Darf mein Arbeitgeber mir den Freiwilligendienst verweigern?

Das hängt vom Einzelfall ab. Fragen Sie bei Zweifeln im Vorfeld nach, ob entgeltliche oder ehrenamtliche Tätigkeiten anzeige- und/oder zustimmungspflichtig sind.

Bei einem Einsatz im Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes oder in einem Impfzentrum können Sie nach der FdVO-NRW freigestellt werden. In einem solchen Fall darf Ihnen der Arbeitgeber den Einsatz im Freiwilligendienst grundsätzlich nicht verweigern.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen, in denen der Arbeitgeber dem Freiwilligendienst zustimmen muss.

Bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mit maximal zehn Beschäftigten ist für die Teilnahme am Freiwilligendienst die schriftliche oder elektronische Zustimmung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers erforderlich.

Arbeitgeberinnen oder der Arbeitgeber, die selbst eine Einsatzstelle im Sinne des § 2 Absatz 3 betreiben, in der die oder der Freiwillige hauptsächlich beschäftigt ist, können ihre Zustimmung zur Freistellung verweigern.

Auch wenn die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes für die Bekämpfung der epidemischen Lage notwendig ist und dieser durch die Freistellung des Freiwilligen unmittelbar gefährdet ist, kann die Zustimmung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers verweigert werden.

Die Zustimmung ist vor Antritt des Freiwilligendienstes durch die oder den Freiwilligen einzuholen.

Muss ich meinen derzeitigen Arbeitgeber darüber informieren, an welchem Einsatzort ich eingesetzt bin? Zurück