Wie wirkt sich der Freiwilligendienst auf das Elterngeld aus?

Teilzeittätigkeit

Einkommen aus einer Teilzeittätigkeit wird während des Bezugs von Basiselterngeld zum Teil auf das Elterngeld angerechnet. Konkret bedeutet dies: Zunächst wird der Unterschieds-Betrag zwischen dem Einkommen vor und nach der Geburt berechnet. Das Elterngeld beträgt in der Regel 67 % des Unterschieds-Betrags.

Beispiel:

 Durchschnittliches Einkommen vor der Geburt: 2.000 €

 abzüglich voraussichtliches durchschnittliches Einkommen nach der Geburt 1.200 €

 Differenz: 800 €

 davon 67 % = zustehendes Elterngeld 520 €

Wer für Monate, in denen sie oder er Teilzeiteinkommen bezogen hat, statt des Basis-Elterngeldes das ElterngeldPlus wählt, muss sich dagegen deutlich weniger von diesem Einkommen auf das Elterngeld anrechnen lassen.

Grundsätzlich ist zu beachten: Wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten, sind Sie verpflichtet, dieses der zuständigen Elterngeldstelle mitzuteilen.

Nur die zuständige Elterngeldstelle kann Ihnen konkret Auskunft geben, wie sich die Tätigkeit im Freiwilligendienst auf Ihr Elterngeld auswirkt.

Ehrenamtliche Tätigkeit während der Elternzeit

Aufwandsentschädigungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit werden nicht auf das Elterngeld angerechnet, soweit sie steuerfreie Einnahmen im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG sind. § 3 Nr. 26 EStG stellt Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder aus vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder aus der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen im Dienst oder im Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke bis zum Betrag von insgesamt 2.400 EUR jährlich steuerfrei.

Nur die zuständige Elterngeldstelle kann Ihnen konkret Auskunft geben, wie sich die ehrenamtliche Tätigkeit im Freiwilligendienst auf Ihr Elterngeld auswirkt.

Steuerfreiheit für Aufwandsentschädigungen im Ehrenamt

Aufwandsentschädigungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen des Freiwilligenregisters NRW werden nicht angerechnet, soweit sie steuerfreie Einnahmen im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG sind. § 3 Nr. 26 EStG stellt Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder aus vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder aus der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen im Dienst oder im Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke bis zum Betrag von insgesamt 2.400 EUR jährlich steuerfrei.

Die zuständige Finanzbehörde entscheidet über die Anrechenbarkeit von Aufwandsentschädigungen einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Freiwilligendienst.

Bin ich im Fall eines Freiwilligeneinsatzes haftpflichtversichert? Zurück